Grenzenlos im Einsatz: Länderübergreifende Gemeinschaftsübung auf Gut Sansenhof

Am Freitag, den 10. April, verwandelte sich das idyllisch gelegene Gut Sansenhof in den Schauplatz einer großangelegten Gemeinschaftsübung. Feuerwehren aus Bayern und Hessen probten hier den Ernstfall, um die Zusammenarbeit über die Bundeslandgrenzen hinweg zu optimieren.

Obwohl das Gut Sansenhof zur Gemarkung des Marktes Weilbach (Landkreis Miltenberg) gehört, liegt es geografisch näher an der Stadt Michelstadt und der Gemeinde Vielbrunn im Odenwaldkreis. Diese besondere Lage bringt logistische Herausforderungen mit sich: Während die Alarmierung über die Integrierte Leitstelle (ILS) Bayerischer Untermain erfolgt, können hessische Kräfte darüber nicht direkt alarmiert werden. Ein Kernziel der Übung war es daher, die Meldekette zu den hessischen Kamerad*innen zu testen und die Zeitspanne bis zum Eintreffen der Hilfe zu minimieren.

Das Szenario: Brand im Hotelkomplex

Als Übungsszenario wurde ein Brand in einem Hotelgebäude des Gutshofes angenommen. Sieben Personen galten als vermisst, wobei die Treppenhäuser als Rettungswege aufgrund starker Verrauchung nicht mehr nutzbar waren. Die Rettung erfolgte spektakulär über zwei Drehleitern direkt von den Fenstern des Gebäudes. Parallel dazu musste die Rettung eines verunglückten Atemschutzgeräteträgers bewältigt werden – eine kritische Aufgabe, die ebenfalls erfolgreich über die Drehleiter gelöst wurde.

Die Löschwasserversorgung wurde durch insgesamt drei Teiche auf dem angrenzenden Golfplatzgelände sichergestellt. Die Einsatzleitung lag in den Händen des Weckbacher Kommandanten Thomas Mayer, der professionell von der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) aus Großheubach unterstützt wurde.

Herausforderungen im Digitalfunk

Trotz der positiven Bilanz bei der Alarmierung und der technischen Rettung zeigte die Übung auch technische Hürden auf: Im Bereich des Tetra-Funks kam es zu Schwierigkeiten, da die hessischen Einsatzkräfte keinen Zugriff auf alle bayerischen Betriebsgruppen hatten. „Genau dafür sind solche Übungen da – um Schwachstellen in der Kommunikation zu identifizieren, bevor es zum echten Ernstfall kommt“, resümierten die Verantwortlichen.

Starke Gemeinschaft über die Grenze hinweg

An der Übung beteiligt waren die Feuerwehren aus:

  • Bayern: Weilbach, Weckbach, Gönz, Amorbach und Großheubach.
  • Hessen: Michelstadt und Vielbrunn.

Nach dem erfolgreichen Abschluss und einem gemeinsamen Gruppenfoto vor den Drehleitern aus Amorbach und Michelstadt, ließen die Teilnehmer den Abend bei einer Vesper im Feuerwehrhaus Weckbach ausklingen. Die Kameradschaft stand hierbei im Mittelpunkt.

Fazit: Die Zusammenarbeit zwischen den Wehren aus Hessen und Bayern funktioniert auf menschlicher Ebene hervorragend. Um die Routine zu festigen, wurde bereits vereinbart, die länderübergreifende Kooperation weiter zu pflegen: Im nächsten Jahr wird die gemeinsame Übung auf hessischem Boden stattfinden.

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