Warnungen vor Hitze und Waldbrandgefahr im Landkreis Miltenberg

Auf den Landkreis Miltenberg kommen heiße Tage zu: Zum einen warnt der Deutsche Wetterdienst vor einer Hitzephase mit mehreren Tagen deutlich über 30 Grad, gefolgt von möglichen Gewittern mit heftigem Starkregen, zum anderen steigt die Waldbrandgefahr laut Kreisbrandrat Martin Spilger weiter.
Nachdem die Wärmebelastung bereits am Donnerstag bis in Höhen von 600 Metern stark war, wird sich die Hitze auch in den nächsten Tagen mit Temperaturen von bis zu 36 Grad ausbreiten. Das ist laut dem Deutschen Wetterdienst eine extreme Belastung für alte, pflegebedürftige und kranke Menschen. Besondere Vorsicht gilt für Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen. Hitze kann Wirkung und Verträglichkeit von Arzneimitteln beeinflussen. Einige Präparate wirken sich auf den Flüssigkeitshaushalt, die Schweißproduktion, den Kreislauf und/oder die Temperaturregulation aus oder erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut.
Bürgerinnen und Bürger sollten in den heißen Tagen nicht nur auf sich selbst achten, sondern auch auf ihre Mitmenschen und ihnen bei Bedarf helfen. Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere, Obdachlose und Menschen, die körperlich schwer arbeiten, sollten ebenfalls im Blick behalten werden. Ansonsten gilt für alle: Körperliche Aktivitäten sollten nach Möglichkeit vermieden werden, anzuraten sind zudem die ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit und das Kühlhalten von Innenräumen. Das Landratsamt Miltenberg empfiehlt angesichts der Wetterlage, regelmäßig die Webseite des Deutschen Wetterdienstes unter www.dwd.de aufzurufen und sich aktuell zu informieren. Dort sind auch Tipps zu finden, wie Menschen mit der Hitze am besten zurechtkommen.

Angesicht der Hitze und der Trockenheit werde die Waldbrandgefahr in den nächsten Tagen von 3 auf 4 (hohe Gefahr) steigen, teilt Kreisbrandrat Martin Spilger mit. Auch die Regierung von Unterfranken reagiert auf die große Hitze und die damit einhergehende Gefahr von Waldbränden. So ordnete sie in Abstimmung mit der Bayerischen Forstverwaltung für Samstag und Sonntag, 20. und 21. Juni, die Luftbeobachtung als Maßnahme der vorbeugenden Waldbrandbekämpfung für den gesamten Regierungsbezirk an. Die Regierung sieht zudem eine ähnlich hohe Gefahr im Bereich von offenem, nicht abgeschattetem Gelände mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs.
Kreisbrandrat Martin Spilger und das Landratsamt bitten die Bevölkerung dringend, in Waldgebieten äußerste Vorsicht walten zu lassen und keinesfalls mit offenem Feuer zu hantieren oder zu rauchen. Fahrzeuge sollten nicht auf trockenem Gras abgestellt werden, Feuerwehrzufahrten und Rettungswege dürfen nicht blockiert werden. Im Ernstfall sollte sofort die Notrufnummer 112 gewählt und die Brandstelle so genau wie möglich beschrieben werden. Sollte das schwer möglich sein, sollten Anrufende vor Ort bleiben und die anrückenden Einsatzkräfte zum Brandort einweisen.

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